Wie ich mein Krafttier fand.
Schon länger faszinierten mich die Bärenmarder. In meiner Ausbildung zum Wildnispädagogen habe ich viele Dokumentationen geschaut, und der Vielfraß war eines der Tiere, dem ich mich besonders nahe fühlte.
Zum Abschluss unserer Ausbildung sollten wir 24 Stunden allein in der Wildnis Schwedens verbringen. Das Licht der Morgensonne kroch über den Berghang, als plötzlich ein helles Reh an mir vorbeipreschte. Kurz danach hörte ich Schnaufen und Pfoten.
Der Moment.
Nur wenige Meter entfernt kam ein Bärenmarder den Hang herauf. Er blieb schnuppernd stehen, bewegte sich in einem Halbkreis um mich herum und erreichte dann eine Baumschneise. Da standen wir: Auge in Auge. Ich und der Bärenmarder.
Als ich mich bewegte, preschte er über Stock und Stein zurück in die Wildnis. Diese Begegnung hat mein Herz berührt. Und so wurde dieses Tier mein Krafttier, und der Namensgeber meiner Wildnisschule.